Vortrag am 16. September 2010: Kleine Mägen - großer Hunger Kinderernährung ohne Angst
Zu Fuß können Sie das Museum über ein Drehkreuz am Tor Nord (Haltetstelle Nagelsweg) erreichen
Bitte klingeln Sie dort!
Süßstoff aus zwei synthetisch hergestellten Aminosäuren. Breite Zulassung für zahlreiche kalorienreduzierte Lebensmittel. Wird durch Säuren und Hitze zersetzt.
Problematisch für Patienten mit Phenylketonurie (seltener, angeborener Enzymdefekt). Aspartam ähnelt körpereigenen Botenstoffen (Peptidhormonen). Empfindliche Menschen berichteten nach Verzehr über Kopfschmerzen, Benommenheit, Gedächtnisverlust, Sehstörungen und Hyperaktivität.
Im Tierversuch löste Aspartam Krebs aus (Gehirn, Lymphdrüsen und Harnleiter). Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU teilt diese Bedenken jedoch nicht, nicht zuletzt weil auch gegenteilige Forschungsergebnisse vorliegen. Daneben schützte Aspartam in Tierversuchen vor dem Schimmelgift Ochratoxin A und wirkte bei einigen Arthritispatienten als Schmerzmittel.
Bewertung: Die toxikologischen und pharmakologischen Wirkungen dieses Süßstoffes sind offenbar recht vielfältig und wesentlich von der individuellen Empfindlichkeit abhängig, so daß bis zur Klärung der zahlreichen offenen Fragen die Zulassung ruhen sollte.
Zusammengestellt von Udo Pollmer, Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V.