Hinweis: Zu Fuß können Sie das Museum über ein Drehkreuz am Tor Nord (Haltetstelle Nagelsweg) erreichen.
Bitte klingeln Sie dort!
Das gelblichgrüne Wachs stammt von den Blättern der brasilianischen Wachs- oder Fächerpalme (Copernicia cerifera). Es wird als Staub von den Wedeln gebürstet, geschmolzen und mit Schwefelsäure sowie Bleicherde entfärbt. Ein Blatt liefert im Jahr etwa 200 Gramm Zusatzstoff. E 903 ist härter und hitzestabiler als Bienen- oder Candelillawachs. Es ist zudem gut polierbar und schützt vor Austrocknen bzw. Verkleben.
Carnaubawachs verleiht nicht nur Schokolade, Süßwaren und Kaugummis ihren Glanz, sondern auch Stiefelwichse, Lippenstiften und Autolack. Auch Nüsse, Orangen, Äpfel, Birnen, Melonen oder Pfirsiche werden mit E 903 gewachst und bleiben dadurch länger frisch.
Die EU-Kommission kam zum dem Schluss, dass das Palmenprodukt unbedenklich ist ? zumindest in vitro. Da keine Langzeitstudien vorliegen, sind bisher maximal 200 Milligramm Wachs pro Kilo zugelassen. Auch für Bio-Produkte erlaubt.
Zusammengestellt von Udo Pollmer, Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V.