Hinweis: Zu Fuß können Sie das Museum über ein Drehkreuz am Tor Nord (Haltetstelle Nagelsweg) erreichen.

Bitte klingeln Sie dort!




© 2011 Deutsches Zusatzstoffmuseum.
Alle Rechte vorbehalten.

Zusatzstoff-Lexikon

Sonstige Zusatzstoffe

Glycerinester aus Wurzelharz - E 445

Kolophonium (auch Geigenharz genannt) ist der gelblichbraune Rückstand der Terpentinölgewinnung. Terpentinöl wird aus drei verschiedenen Rohstoffen durch Destillation oder Extraktion erzeugt. Entweder ritzt man Bäume an, deren austretendes Harz eingesammelt wird (Balsamharz), oder zerkleinert die Wurzelstöcke gefällter Kiefern und extrahiert sie (Wurzelharz), oder man nehme Tallöl, das bei der Papierherstellung oben aufschwimmt und destilliere es (Tallharz).

Lebensmittelrechtlich ist zurzeit nur die Verwendung "alter Kiefernstümpfe" erlaubt. Zur Herstellung von Glycerinestern werden die Harzsäuren des Kolophoniums mit Glycerin (E 422) verestert und nicht selten gleichzeitig mit Wasserstoff (E 949) hydriert. Die Hydrierung ist ein Verfahren, das trotz seiner Popularität derzeit lebensmittelrechtlich nicht zulässig ist. Eine Kontrolle der feinsinnigen Vorschriften ist am Endprodukt schwierig bis aussichtslos.

Traditionell als Kaumasse für Kaugummi verwendet, heute als Trübungsmittel und Weighting Agent für Getränke bzw. Getränkearomen, außerdem zur Verbesserung von Haftung und Glanz von Überzugs-mitteln. Hier jedoch nur für Zitrusfrüchte zulässig. Daneben Verwendung für Klebstoffe, Salben und Pflaster. Es wird eine hautreizende sowie allergisierende Wirkung durch die Verwendung in Pflastern diskutiert.

Bewertung: Mangels Daten ist eine abschließende Bewertung ist nicht möglich.

Zusammengestellt von Udo Pollmer, Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V.