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Lactoferrin ist sowohl in der Kuh- als auch in der Muttermilch enthalten und schützt Kälbchen wie Säugling vor Infektionen, indem es freies Eisen bindet. Damit entzieht es den Mikroorganismen einen essenziellen Nährstoff, sodass sie sich nicht mehr vermehren können. Es handelt sich also um ein Konservierungsmittel.
Lactoferrin stimuliert zugleich die Bifidoflora im Darm. Gewonnen wird es aus Molke, die etwa drei Prozent Lactoferrin enthält. Bisher gilt Lactoferrin nicht als Zusatzstoff, sondern als so genanntes funktionales Additiv, das beispielsweise als "Milcheiweiß" deklariert werden kann. Hier besteht Regelungsbedarf, da zumindest ein verbreiteter Einsatz ein Problem für Patienten mit Eisenmangel darstellen kann.
Zusammengestellt von Udo Pollmer, Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V.