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Natürlicher Inhaltsstoff von Getreide, der bei der Fermentation des Teiges aktiviert wird. Phytasen setzen aus dem unerwünschten Phytin des Kornes das Phosphat frei, was die Bekömmlichkeit von Brot erhöht. Zur Herstellung von Tofu wird ein Phytasezusatz erwogen.
Bei der Fütterung von Schweinen und Geflügel ist er bereits Standard. Dadurch wird der Phosphorgehalt des Futters für die Tiere bioverfügbar und es kann auf einen Zusatz verzichtet werden. Das verringert die Phosphatfracht der Gülle und verbessert die Ökobilanz. Zugleich erhöhen Phytasen auch die Bioverfügbarkeit von Zink. Phytin wird zum Inositol abgebaut, das seinerseits einen Wachstumsfaktor darstellt.
Bewertung: Der Einsatz von Phytasen in der Nutztierhaltung ist ökologisch vorteilhaft. Bei Lebensmitteln sollten zuerst die lebensmitteleigenen Phytasen durch traditionelle Verarbeitungstechniken (Fermentation, Keimung) genutzt werden, da dies ganz allgemein den Gehalt an unerwünschten Antinutritiva senkt.
Zusammengestellt von Udo Pollmer, Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V.