Hinweis: Zu Fuß können Sie das Museum über ein Drehkreuz am Tor Nord (Haltetstelle Nagelsweg) erreichen.

Bitte klingeln Sie dort!




© 2011 Deutsches Zusatzstoffmuseum.
Alle Rechte vorbehalten.

Zusatzstoff-Lexikon

Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe

Saccharin - E 954

Künstlicher Süßstoff, von dem weltweit jährlich etwa 30.000 Tonnen verbraucht werden. 1879 durch Constantin Fahlberg in den USA entdeckt und von ihm ohne Wissen seines Arbeitgebers in Deutschland patentiert. Der heutige Chemie- und Gentechnik-Multi Monsanto wurde 1902 zur Saccharinproduktion gegründet. Als Zuckerersatz wurde Saccharin in Europa vor allem in den Weltkriegen populär. E 954 ist etwa 500 mal süßer als Zucker.

Zur Maskierung des metallisch-bitteren Nachgeschmacks gewöhnlich mit anderen Süßstoffen oder Aminosäuren wie Leucin und Glycin kombiniert. Breite Zulassung für zahlreiche kalorienreduzierte Lebensmittel. Saccharin wird rasch vom Darm aufgenommen und durch die Niere wieder ausgeschieden. Das (zugelassene) Natriumsalz des Saccharins erzeugt im Tierversuch in höherer Dosierung Blasenkrebs. Experten glauben jedoch, dass dieses Ergebnis nicht auf den Menschen übertragbar ist.

Da Saccharin im Zusammenhang mit bestimmten Medikamenten bzw. einigen Umweltgiften die Blasenschleimhaut schädigen kann, ist Vorsicht bei Blasenerkrankung oder bei Arzneimitteleinnahme ratsam. In der Ferkelaufzucht als Appetitstimulans zugelassen.

Zusammengestellt von Udo Pollmer, Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V.