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Zusatzstoff-Lexikon

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Aromastoffe und Geschmacksverstärker

Aromastoffe und Geschmacksverstärker verleihen vielen Nahrungsmitteln einen angenehmen Geruch und Geschmack, unterdrücken Geschmacksfehler und lassen Speisen und Getränke immer gleich schmecken (Voraussetzung für Markenware). Sie können den Genusswert erhöhen und damit auch den Verzehr stimulieren. Grundlage des Erfolges der Fruchtjoghurts. Nützlich sind Aromen vor allem bei Produkten, die aus minderwertigen Rohstoffen oder mit Verfahren hergestellt wurden, die den Geschmack beeinträchtigen. Bei Fertigprodukten "Wunderwaffe" im Preiskampf gegenüber den Handelskonzernen.

Derzeit kommen schätzungsweise 2 500 verschiedene Aromastoffe in der Lebensmittelwirtschaft zur Anwendung. Die meisten von ihnen wurden vom Gesetzgeber nicht den Zusatzstoffen zugeordnet. Über Aromen gelangen gewöhnlich in geringer Menge zahlreiche weitere Zusatzstoffe wie Lösungsmittel, Trägerstoffe, Streckmittel, Antioxidantien oder Konservierungsmittel in die Nahrung. Sie erleichtern die Anwendung oder machen sie erst möglich. (Siehe Trägerstoffe und Trägerlösungsmittel)

Zurzeit bewertet der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU die in einem umfangreichen Register erfassten Aromastoffe toxikologisch. Nach Abschluss der Arbeiten wird es eine harmonisierte Positivliste für alle zugelassenen Aromastoffe geben. Dabei soll der Begriff der "naturidentischen Aromastoffe" aufgegeben werden.

E 510 Ammoniumchlorid
Salmiak; problematischer Geschmacksstoff in Lakritzwaren und Salmiakpillen.
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E 634 Calcium-5'-Ribonucleotid
Geschmacksverstärker. Werden vom Menschen zu Harnsäure umgewandelt.
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E 623 Calciumdiglutamat
Geschmacksverstärker, können bei empfindlichen Menschen das "China-Restaurant-Syndrom" auslösen.
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E 629 Calciumguanylat
Geschmacksverstärker. Werden vom Menschen zu Harnsäure umgewandelt.
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E 633 Calciuminosinat
Geschmacksverstärker. Werden vom Menschen zu Harnsäure umgewandelt.
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E 927 b Carbamid
Harnstoff. Natürlicher Stoff, der im Urin reichlich enthalten ist.
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- Chinin (Chininhydrochlorid, Chininsulfat)
Bitterstoff für Tonic Water. Chinin ist ein starkes Plasmagift und tötet Mikroben ab.
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- Cumarin
Vor Jahrzehnten wurde der beliebte Waldmeister wegen seines Gehaltes an Cumarin verboten. Der Aromastoff hatte sich bei der Ratte als krebserregend erwiesen.
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E 628 Dikaliumguanylat
Geschmacksverstärker. Werden vom Menschen zu Harnsäure umgewandelt.
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E 632 Dikaliuminosinat
Geschmacksverstärker. Werden vom Menschen zu Harnsäure umgewandelt.
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E 635 Dinatrium-5'-Ribonucleotid
Geschmacksverstärker. Werden vom Menschen zu Harnsäure umgewandelt.
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E 627 Dinatriumguanylat
Geschmacksverstärker. Werden vom Menschen zu Harnsäure umgewandelt.
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E 631 Dinatriuminosinat
Geschmacksverstärker. Werden vom Menschen zu Harnsäure umgewandelt.
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E 620 Glutaminsäure
Geschmacksverstärker, können bei empfindlichen Menschen das "China-Restaurant-Syndrom" auslösen.
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E 640 Glycin und dessen Natriumsalz
Süßliche Aminosäure, die ansonsten vor allem in Form von Knorpeln verspeist wird.
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E 626 Guanylsäure
Geschmacksverstärker. Werden vom Menschen zu Harnsäure umgewandelt.
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E 630 Inosinsäure
Geschmacksverstärker. Werden vom Menschen zu Harnsäure umgewandelt.
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- Künstliche Aromastoffe
Kommen in der Natur nicht vor, werden in der Regel durch Synthese hergestellt;
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- Limonen
In der Natur weit verbreiteter Aromastoff (Terpen), der angenehm nach Zitronen riecht.
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E 625 Magnesiumdiglutamat
Geschmacksverstärker, können bei empfindlichen Menschen das "China-Restaurant-Syndrom" auslösen.
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E 636 Maltol
Geschmacksverstärker für Gebäck, Schokolade und Süßwaren aller Art.
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E 624 Monoammoniumglutamat
Geschmacksverstärker, können bei empfindlichen Menschen das "China-Restaurant-Syndrom" auslösen.
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E 622 Monokaliumglutamat
Geschmacksverstärker, können bei empfindlichen Menschen das "China-Restaurant-Syndrom" auslösen.
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E 621 Mononatriumglutamat
Geschmacksverstärker, können bei empfindlichen Menschen das "China-Restaurant-Syndrom" auslösen.
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- Naturidentische Aromastoffe
Sie sind natürlichen Aromastoffen überwiegend chemisch gleich oder zu­mindest recht ähnlich, werden aber synthetisch hergestellt.
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- Natürliche Aromastoffe
Werden aus natürlichen Ausgangsstoffen extrahiert; z.B.: Vanilleextrakt, Orangenschalendestillat, Zedernholzöl.
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- Quassiaholz
Quassiaholz stammt von mittelamerikanischen Bitterholzgewächsen ("Fliegenholz"). Sein Wirkstoff ist der geruchlose Bitterstoff Quassi(i)n.
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- Raucharoma
Siehe Flüssigrauch
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- Vanillin
Natürliches Vorkommen in der Schote der Vanille, einer Orchideenart
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E 650 Zinkacetat
Verstärkt einen bitteren Geschmackseindruck. Zulassung nur für Kaugummi und zur Anreicherung von dietetischen Lebensmitteln mit Zink
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E 637 Äthylmaltol
Künstlicher Geschmacksverstärker, etwa fünfmal so intensiv wie Maltol (636).
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- Äthylvanillin
Künstliches Aroma, riecht dreimal so intensiv wie Vanillin.
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Zusammengestellt von Udo Pollmer, Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V.