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Zusatzstoff-Lexikon

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Emulgatoren

Das Wirkungsprinzip der Emulgatoren ähnelt dem der Waschmittel. Sie machen Wasser mit Fett mischbar, stabilisieren Eiweißschäume und helfen dabei, Instantprodukte herzustellen. Sie erhöhen die maschinelle Belastbarkeit von Teigen und erlauben die Einstellung geschmacklicher Eigenschaften wie Sämigkeit, Schaumigkeit oder Cremigkeit. Zugleich helfen sie, Rohstoffe einzusparen, da sich mit ihrer Hilfe auch mehr Wasser oder Luft zumischen lassen.

Emulgatoren, auch natürliche, haben ausgeprägte biologische Wirkungen. Sie sollten deshalb nicht wahllos Lebensmitteln zugesetzt werden. Die toxikologischen Prüfungen von Emulgatoren sind unbefriedigend, stammen häufig vom Hersteller selbst und sind nicht selten unveröffentlicht. Bei den üblichen Tests (wie Sterblichkeit, Krebshäufigkeit, Organgewichte, Fortpflanzung) wurden meist keine auffälligen Nebenwirkungen beobachtet.
Emulgatoren verändern jedoch die Durchlässigkeit von Membranen. Deshalb werden sie beispielsweise zur Wirkungsverstärkung Pestiziden zugesetzt. So wird verständlich, warum sie auch bei Darmerkrankungen und Allergien eine Schlüsselrolle spielen können: Sie verändern die Oberfläche der Schleimhaut, können in etwas erhöhter Konzentration Zellen auflösen und machen den Darm durchlässiger für Allergien auslösende Nahrungsbestandteile, Rückstände oder Zusatzstoffe. Der volle Umfang dieses Prozesses ist bis heute kaum untersucht.

Verwendung für Backwaren, Süßwaren, Soßen, Desserts, Margarine, Wurst, Speiseeis u. a. m. Eine Deklaration ist in vielen Fällen nicht erforderlich. Die Zulassungspolitik bei den Emulgatoren erfolgte in der Bundesrepublik vergleichsweise zurückhaltend. Die Harmonisierung durch das EU-Recht hat die Anzahl der zulässigen Emulgatoren deutlich erhöht.

E 442 Ammoniumsalze von Phosphatidsäuren
Ammoniumphosphatide werden fast nur für Schokolade verwendet. Gewinnung durch Behandlung von teilweise hydriertem Rüböl mit Phosphoroxiden und gasförmigem Ammoniak.
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E 482 Calciumstearolyl-2-lactylat
Reaktionsgemische aus gehärteten Speisefettsäuren mit Milchsäure oder Polymilchsäure. Dabei sind zahlreiche Verbindungen mit einer kaum überschaubaren Zahl von Nebenprodukten möglich.
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E 472 c Citronensäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
E 472 a-f werden hergestellt aus E 471, die man mit den angeführten Säuren reagieren lässt. Mit Ausnahme von Diacetylweinsäure (E 472 e) werden sie vom Körper wie normale Nahrungsbestandteile verstoffwechselt.
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E 472 d Diglyceriden von Speisefettsäuren
E 472 a-f werden hergestellt aus E 471, die man mit den angeführten Säuren reagieren lässt. Mit Ausnahme von Diacetylweinsäure (E 472 e) werden sie vom Körper wie normale Nahrungsbestandteile verstoffwechselt.
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E 472 a Essigsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
E 472 a-f werden hergestellt aus E 471, die man mit den angeführten Säuren reagieren lässt. Mit Ausnahme von Diacetylweinsäure (E 472 e) werden sie vom Körper wie normale Nahrungsbestandteile verstoffwechselt.
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E 472 f Gemischte Wein- und Essigsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
E 472 a-f werden hergestellt aus E 471, die man mit den angeführten Säuren reagieren lässt. Mit Ausnahme von Diacetylweinsäure (E 472 e) werden sie vom Körper wie normale Nahrungsbestandteile verstoffwechselt.
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E 322 Lecithine
Natürlicher Extrakt, gewonnen aus Sojaöl, Rapsöl oder Eiern. Wirkt nicht nur emulgierend, sondern teilweise auch antioxidativ und erlaubt beispielsweise die Einsparung von Eiern.
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E 472 b Milchsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
E 472 a-f werden hergestellt aus E 471, die man mit den angeführten Säuren reagieren lässt. Mit Ausnahme von Diacetylweinsäure (E 472 e) werden sie vom Körper wie normale Nahrungsbestandteile verstoffwechselt.
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E 472 e Mono- und Diacetylweinsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
E 472 a-f werden hergestellt aus E 471, die man mit den angeführten Säuren reagieren lässt. Mit Ausnahme von Diacetylweinsäure (E 472 e) werden sie vom Körper wie normale Nahrungsbestandteile verstoffwechselt.
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E 471 Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren
In Fetten, insbesondere in verdorbenen, natürlich vorkommende Fettspaltprodukte.
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E 470 a Natrium-, Kalium- und Calciumsalze von Speisefettsäuren
Seife. Die Speisefettsäuren werden aus natürlichen Fetten gewonnen und mit Laugen versetzt.
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E 481 Natriumstearolyl-2-lactylat
Reaktionsgemische aus gehärteten Speisefettsäuren mit Milchsäure oder Polymilchsäure. Dabei sind zahlreiche Verbindungen mit einer kaum überschaubaren Zahl von Nebenprodukten möglich.
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E 476 Polyglycerin-Polyricinoleat
Zur Herstellung werden sowohl Glycerin (E 422) als auch Rizinolsäure polymerisiert und anschließend beide Reaktionsgemische gemeinsam verestert.
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E 475 Polyglycerinester von Speisefettsäuren
Natürliches Vorkommen in verbrauchten Frittierfetten. Wird aus natürlichen Ausgangsstoffen synthetisiert.
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E 432 Polyoxyethylen-sorbitan-monolaurat (Polysorbat 20)
Gewinnung der sogenannten Polysorbate oder TWEENs, indem man Ethylenoxid an Sorbitanfettsäureester (E 491 bis 495) koppelt.
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E 433 Polyoxyethylen-sorbitan-monooleat (Polysorbat 80)
Gewinnung der sogenannten Polysorbate oder TWEENs, indem man Ethylenoxid an Sorbitanfettsäureester (E 491 bis 495) koppelt.
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E 434 Polyoxyethylen-sorbitan-monopalmitat (Polysorbat 40)
Gewinnung der sogenannten Polysorbate oder TWEENs, indem man Ethylenoxid an Sorbitanfettsäureester (E 491 bis 495) koppelt.
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E 436 Polyoxyethylen-sorbitan-tristearat (Polysorbat 65)
Gewinnung der sogenannten Polysorbate oder TWEENs, indem man Ethylenoxid an Sorbitanfettsäureester (E 491 bis 495) koppelt.
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E 477 Propylenglycolester von Speisefettsäuren
Sie wirken als Co-Emulgatoren in geschäumten Lebensmitteln wie Rührkuchen, Eiscreme und Desserts.
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E 493 Sorbitanmonolaurat
Hergestellt aus Sorbit (E 420) und den Fettsäuren Stearinsäure (Stearat), Laurinsäure (Laurat), Ölsäure (Oleat) oder Palmitinsäure (Palmitat) bei etwa 250 Grad Celsius.
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E 494 Sorbitanmonooleat
Hergestellt aus Sorbit (E 420) und den Fettsäuren Stearinsäure (Stearat), Laurinsäure (Laurat), Ölsäure (Oleat) oder Palmitinsäure (Palmitat) bei etwa 250 Grad Celsius.
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E 495 Sorbitanmonopalmitat
Hergestellt aus Sorbit (E 420) und den Fettsäuren Stearinsäure (Stearat), Laurinsäure (Laurat), Ölsäure (Oleat) oder Palmitinsäure (Palmitat) bei etwa 250 Grad Celsius.
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E 491 Sorbitanmonostearat
Hergestellt aus Sorbit (E 420) und den Fettsäuren Stearinsäure (Stearat), Laurinsäure (Laurat), Ölsäure (Oleat) oder Palmitinsäure (Palmitat) bei etwa 250 Grad Celsius.
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E 492 Sorbitantristearat
Hergestellt aus Sorbit (E 420) und den Fettsäuren Stearinsäure (Stearat), Laurinsäure (Laurat), Ölsäure (Oleat) oder Palmitinsäure (Palmitat) bei etwa 250 Grad Celsius.
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E 483 Stearyltartrat
Wachsartiges Reaktionsprodukt aus Stearylalkohol mit Weinsäure (E 334).
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E 479 b Thermooxidiertes Sojaöl mit Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
Thermooxidierte Öle entstehen, wenn Fette in Gegenwart von Luftsauerstoff durch Erhitzung "verderben".
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E 473 Zuckerester von Speisefettsäuren
Umsetzungsprodukte von Zucker mit Fettsäuren (E 473) oder mit Speiseölen (E 474).
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E 474 Zuckerglyceride
Umsetzungsprodukte von Zucker mit Fettsäuren (E 473) oder mit Speiseölen (E 474).
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Zusammengestellt von Udo Pollmer, Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V.