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Zusatzstoff-Lexikon

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Farbstoffe

Farbstoffe sind Kosmetika für Lebensmittel. Unansehnliche Waren erhalten ein verkaufsförderndes, appetitanregendes Aussehen. Insbesondere lässt sich damit eine bessere Qualität (z. B. bei Süßwaren ein höherer Fruchtanteil) vortäuschen. Verwendung vor allem für Süßwaren, Limonaden, Puddings, Eis, Obstprodukte, aber auch Margarine, Käse und Fischerzeugnisse. Da künstliche Farbstoffe in aller Regel deklarationspflichtig sind, weicht man im Zuge des sog. Clean Labels auf färbende Gewürzextrakte aus, die nach Angaben der Lebensmittelüberwachung unzulässigerweise immer wieder als "Gewürzaroma" oder ähnliches deklariert werden.

E 129 Allurarot AC
Azo-Farbstoff, hatte im Tierversuch Verhaltensänderungen (Hyperaktivität) zur Folge. In niedriger Dosis Erbgut schädigend.
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E 173 Aluminium
Herstellung elektrolytisch aus Bauxit.
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E 123 Amaranth
Synthetischer Stoff, der vor allem wegen seiner Beständigkeit gegenüber Säuren, vor allem Fruchtsäuren verwendet wird. Er löst relativ häufig Allergien aus und schädigt in niedriger Dosis das Erbgut.
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E 150 c Ammoniak-Zuckerkulör
Es handelt sich dabei nicht, wie von interessierter Seite immer wieder behauptet, um Karamell, sondern um verschiedene Zucker, die mit Ammoniak oder Sulfit chemisch umgesetzt werden.
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E 150 d Ammonsulfit-Zuckerkulör
Es handelt sich dabei nicht, wie von interessierter Seite immer wieder behauptet, um Karamell, sondern um verschiedene Zucker, die mit Ammoniak oder Sulfit chemisch umgesetzt werden.
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E 160 b Annatto, Bixin, Norbixin
Schwerlösliche Carotinoide gewonnen aus den Samenkrusten des Anattostrauchs bzw. Orleansbaums (Bixa orellana), der in Indien, Sri Lanka und Indonesien angebaut wird.
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E 163 Anthocyane
Natürliche Farbstoffe in zahlreichen roten bzw. violetten Gemüsen und Früchten.
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E 122 Azorubin
Azofarbstoff, auch Carmoisin genannt. Im Tierversuch wurden bei höherer Dosierung verschiedene Nebenwirkungen auf Blutbild, Lunge, Lymphsystem und Bauchspeicheldrüse beobachtet.
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E 162 Beetenrot
Natürlicher Farbstoff, der aus roten Rüben gewonnen wird.
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E 160 e Beta-apo-8-Carotinal
Vorkommen in Gras, Orangen und Leber. Die Stoffe werden jedoch industriell synthetisiert.
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E 160 f Beta-apo-8-Carotinsäureethylester
Vorkommen in Gras, Orangen und Leber. Die Stoffe werden jedoch industriell synthetisiert.
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E 154 Braun FK
Es handelt sich um eine Mixtur diverser färbender Azo-Verbindungen. Tierversuche ergaben Hinweise auf eine Schädigung von Leber und Herz.
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E 155 Braun HT
Der eigentliche Farbstoff enthält nach Angaben des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses der EU etwa 20 Prozent eines nicht identifizierten Zusatzfarbstoffes.
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E 133 Brillantblau FCF
Triarylmethanfarbstoff. Für Süßwaren, Getränke, Desserts etc. Gilt als harmlos, weil er kaum vom Körper aufgenommen wird.
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E 151 Brillantschwarz FCF
Künstlicher Farbstoff, der die Aktivität der Verdauungsenzyme beeinträchtigt. Die wenigen Tierversuche lassen keine nennenswerten Nebenwirkungen erkennen.
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E 170 Calciumcarbonat
Kreide. Außer als Farbstoff auch als Rieselhilfsstoff, als Füllstoff für Kaugummi und als Säureregulator für Quark und Roggenbrot verwendet.
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E 161 g Canthaxanthin
Kommt als natürlicher Stoff in Pfifferlingen und Krabben vor. Wird synthetisch hergestellt.
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E 104 Chinolingelb
Synthetischer Farbstoff, der für Ratten und Mäuse als unschädlich angesehen wird. In den USA für Lebensmittel verboten.
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E 140 Chlorophylle und Chlorophylline
Natürliche Farbstoffe des Blattgrüns. Sie werden aus Luzerne, Brennnessel, Gras oder Algen mit einem Lösungsmittel extrahiert.
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E 124 Cochenillerot A (Ponceau 4R)
Synthetischer Farbstoff, der selten Allergien auslöst. Färbte bei Dauergabe das Fell von Versuchstieren rosa.
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E 120 Echtes Karmin
Natürlicher Farbstoff, der auch als "Cochenille" bekannt ist. Gewonnen wird er aus den befruchteten und getrockneten Weibchen der Scharlachschildlaus, die auf Kakteen gedeihen.
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E 150 a Einfaches Zuckerkulör
Es handelt sich dabei nicht, wie von interessierter Seite immer wieder behauptet, um Karamell, sondern um verschiedene Zucker, die mit Ammoniak oder Sulfit chemisch umgesetzt werden.
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E 579 Eisen-2-gluconat
Gelten nicht als Farbstoffe, obwohl zum Schwärzen von Oliven zugelassen, daneben zur Eisenanreicherung von Diätprodukten.
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E 585 Eisen-2-lactat
Gelten nicht als Farbstoffe, obwohl zum Schwärzen von Oliven zugelassen, daneben zur Eisenanreicherung von Diätprodukten.
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E 172 Eisenoxide und Eisenhydroxide
Natürliche Eisenoxidpigmente, die früher als "Ocker" (Feldspat) oder "Persischrot" bekannt waren.
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E 127 Erythrosin
Künstlicher Stoff, der im Tierversuch die Nervenfunktion beeinträchtigte. Wird als Ursache für die unkontrollierte Impulsivität von hyperaktiven Kindern diskutiert
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E 110 Gelborange S
Künstlicher Farbstoff, der gelegentlich Allergien auslöst. Verwendet vor allem zur Erzeugung von Orangetönen.
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E 175 Gold
Zum Verzieren von Süßwaren (Verzierung von Pralinen) und für dekorative Spirituosen (Danziger Goldwasser) verwendet.
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E 142 Grün S
Künstlicher Stoff, dem Tierversuche eine gewisse Gefährlichkeit für Nager bestätigen.
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E 132 Indigotin I
Künstliche Farbstoffe für Süßwaren, Getränke, Speiseeis und zum Bemalen von Eiern. Der anfängliche Krebsverdacht hat sich für beide Stoffe als gegenstandslos erwiesen.
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E 141 Kupferhaltige Komplexe der Chlorophylle und kupferhaltige Komplexe der Chlorophlline
Hergestellt aus E 140, indem das Magnesium im Chlorophyll durch Kupfer ersetzt wird.
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E 100 Kurkumin
Natürlicher Farbstoff der Gelbwurzel, ein traditioneller Bestandteil von echtem Curry. Entweder als Pulver oder als Lösungsmittelextrakt.
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E 180 Litholrubin BK
Hitze- und lichtbeständiger Azo-Farbstoff. Langzeitstudien ergaben bei Ratten und Mäusen eine erhöhte Sterblichkeit.
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E 161 b Lutein
Weit verbreiteter natürlicher Farbstoff im Pflanzenreich. Gewinnung als Extrakt aus Gras, Tagetes oder Luzerne.
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E 160 d Lycopin
Farbstoff der Tomate, Hagebutte oder Wassermelone. Wurde früher vor allem aus Tomatenschalen extrahiert bzw. synthetisch hergestellt.
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E 160 a natürliches Carotin und beta-Carotin
Kommen als natürliche Farbstoffe in zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln, insbesondere in Karotten oder Palmöl vor.
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E 160 c Paprikaextrakt (Capsanthin, Capsorubin)
Wird als Extrakt aus Paprikaschoten gewonnen und meist zur Färbung (und Aromatisierung) Fleischwaren, Suppen und Soßen zugesetzt.
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E 131 Patentblau V
Künstliche Farbstoffe für Süßwaren, Getränke, Speiseeis und zum Bemalen von Eiern.
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E 153 Pflanzenkohle
Auch als medizinische Kohle gegen Durchfall und als klassisches Scharzpigment in der Malerei bekannt. Durch Verkokung von Pflanzenabfällen wie Nussschalen, Holz oder Torf gewonnen.
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E 101 Riboflavin und Riboflavin-5-Phosphat
Isoalloxazin-Farbstoff, Vitamin B2. Synthetisch oder gentechnisch (aus Bacillus subtilis) hergestellt.
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E 128 Rot 2 G
Azo-Farbstoff, der im Körper zu fragwürdigen Metaboliten wie Anilin abgebaut wird. War bisher aufgrund britischer Verzehrsgewohnheiten nur für dortige Hackfleischerzeugnisse und Frühstückswürstchen zugelassen.
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E 174 Silber
Farbstoff für Süßwaren und Desinfektionsmittel für Trinkwasser. Daneben dubioses Nahrungsergänzungsmittel.
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E 150 b Sulfitlaugen-Zuckerkulör
Es handelt sich dabei nicht, wie von interessierter Seite immer wieder behauptet, um Karamell, sondern um verschiedene Zucker, die mit Ammoniak oder Sulfit chemisch umgesetzt werden.
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E 102 Tartrazin
Tartrazin gehört zu den Zusatzstoffen, die relativ häufig Allergien, z.B. Nesselsucht auslösen. Schädigt in niedriger Dosis das Erbgut.
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E 171 Titandioxid
Mineralisches Pigment, für das inzwischen eine Herstellungsmethode bevorzugt wird, bei der keine Dünnsäure anfällt. Dient vor allem zum Weißfärben von Dragees und Kaugummi.
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Zusammengestellt von Udo Pollmer, Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V.