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Zusatzstoff-Lexikon

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Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe

Entgegen der landläufigen Meinung, man könne durch Süßstoffe wie von selbst abnehmen, sind sie gerade für Übergewichtige problematisch. Der Süßgeschmack löst eine Insulinausschüttung aus (Pawlowscher Reflex). Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel und es stellt sich Hunger ein. Verfüttert man Ratten fettarmen Joghurt, der entweder Zucker oder Süßstoff enthält, sind nach wenigen Wochen die Tiere mit Süßstoff, d.h. mit kalorienarmen Joghurt, signifikant fetter. Bei Süßstoffen senkt der Körper die Außentemperatur indem er mehr Unterhautfettgewebe bildet, das als Wärmeisolator wirkt.

Eine groß angelegte Studie mit 80.000 Amerikanerinnen bestätigte bei Süßstoff-Verwendung im Durchschnitt eine höhere Gewichtszunahme als bei Zuckerverzehr. Aus diesem Grunde sind alle natürlichen und naturidentischen Süßstoffe als Masthilfsmittel für alle Tierarten zur Appetitstimulation zugelassen. Da immer mehr ernährungsbewusste Menschen süßstoffhaltige Speisen verzehren, waren Neuzulassungen für Süßstoffe unumgänglich, um zu vermeiden, dass die jeweiligen Höchstmengen für die einzelnen Stoffe überschritten werden. Aus diesem Grund ist in absehbarer Zeit mit weiteren Zulassungen zu rechnen.

E 950 Acesulfam K
Künstlicher Süßstoff. Etwa 200 mal süßer als Zucker.
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E 951 Aspartam
Süßstoff aus zwei synthetisch hergestellten Aminosäuren.
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E 962 Aspartam-Acesulfam-Salz
Reaktionsprodukt (nicht Mischung) aus 3 Teilen Aspartam (E 951) und 2 Teilen Acesulfam (E 950).
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E 952 Cyclamat
Künstlicher Süßstoff, 1937 entdeckt. Cyclamat ist etwa 40 mal süßer als Zucker.
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E 968 Erythrit
Zuckeralkohol, dessen Süßkraft etwa 70 Prozent von Zucker erreicht. Kommt in geringen Mengen in Algen, Pilzen, Flechten und Käse vor.
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E 958 Glycyrrhizin
Süßholz gilt als schleimlösend, krampflösend und entzündungshemmend (v.a. bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren).
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E 953 Isomalt
Isomalt ist ein Zuckeraustauschstoff, der aus Zucker hergestellt wird.
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E 966 Lactit
Zuckeraustauschstoff. Hergestellt durch katalytische Hydrierung von Milchzucker.
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E 965 Maltit und Malitsirup
Zuckeraustauschstoff, hergestellt durch katalytische Hydrierung von Maltose mit E 949 (Wasserstoff).
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E 421 Mannit
Kommt in zahlreichen Pflanzen vor und ist Hauptbestandteil von Manna, dem süßen Saft der süditalienischen Manna-Esche.
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E 959 Neohesperidin DC
1963 entdeckt und 1994 in Europa zugelassen. Seine Süßkraft schwankt je nach Dosis und Produkt zwischen dem 300- und 2.000fachen von Zucker.
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E 954 Saccharin
Künstlicher Süßstoff, von dem weltweit jährlich etwa 30.000 Tonnen verbraucht werden.
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E 420 Sorbit und Sorbitsirup
Zuckeraustauschstoff, Weichhaltemittel für Süßwaren und Feuchthaltemittel für Gebäck und Marzipan.
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- Steviosid
Die Blätter der Steviapflanze sind ein traditionelles Süßungsmittel der Indianer Paraguays (für Matetee).
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E 955 Sucralose
Trichlorgalactosaccharose oder "Chlorzucker". Die Herstellung erfolgt durch Umsetzung von Zucker mit Sulfurylchlorid.
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E 957 Thaumatin
Natürlicher Süßstoff. Gewonnen wird Thaumatin aus den reifen Früchten des Katemfe-Strauchs.
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E 967 Xylit
Zuckeralkohol, der aus dem Polysaccharid Xylan durch katalytische Hydrierung mit Wasserstoff (E 949) hergestellt wird.
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Zusammengestellt von Udo Pollmer, Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V.