Wie viele Zusatzstoffe sind in unserem Essen? Das hängt davon ab, wie und mit welchen Lebensmittel man sich ernährt. Die aufgenommener Zusatzstoffe bewegen sich zwischen einigen Milligramm und mehreren Gramm am Tag. Als Faustregel kann gelten: Je weniger verarbeitet ein Lebensmittel ist, desto weniger Zusatzstoffe sind drin.

Beim Versuch, möglichst natürlich zu erscheinen, greift die Industrie teilweise auf Zutaten zurück, die nicht als Zusatzstoff deklarationspflichtig sind. Gerade bei Produkten, die ihre Natürlichkeit betonen, lohnt sich oft ein Blick auf die Zutatenliste. Finden sich dort Begriffe wie Aromen, modifizierte Stärken, Hefeextrakt oder Würze, ist das Versprechen der Natürlichkeit fraglich.
Beispiel: Hefeextrakt enthält viel Glutamat und ist somit ein natürlicher Geschmacksverstärker, der jedoch nach aktuellem Lebensmittelgesetz nicht als Zusatzstoff gilt. Deshalb ist es z. B. lebensmittelrechtlich zulässig, wenn auf einer Verpackung ausgelobt wird "ohne Zugabe von Geschmacksverstärker Glutamat" oder auch "ohne den Zusatzstoff Geschmacksverstärker", obwohl in dem Lebensmittel Hefeextrakt enthalten ist.